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Shetland Wool Week

Nächstes Jahr wird das Jubiläum gefeiert: Vom 28. September bis zum 6. Oktober findet die woolweek auf Shetland zum 10. Mal statt. So wie jetzt, reisen auch dann wieder hunderte Besucherinnen aus aller Welt, an den nördlichsten, äußersten Zipfel Europas. Im Auto, Zug, Flugzeug, Bus und auf der Fähre sind sie dann wieder zu sehen, die Frauen, die ihre schönsten, gestrickten Pullover tragen, den Strickbeutel griffbereit im Handgepäck haben, leere Koffer mitbringen, und denen vor Vorfreude schon die Finger kribbeln.  Denn auf den Inseln, das wird jetzt schon geplant, hat mir Mit-Organisatorin Carol Christiansen verraten, finden dann noch mehr workshops, Vorträge, Exkursionen und Treffen statt. Wie bei den vorangegangenen neun ‚Woll-Wochen‘ stehen Wolle, Schafe, die Woll-Firmen und die Kreativen und Kunstfertigen im Mittelpunkt. Ganz klar, nächstes Jahr wird magisch.

Aber in diesem Jahr gab es die magische Sieben! Zum siebten Mal hatte die Shetland woolweek eine Patronin. Eine Person, die sozusagen die Shetland Wool Week verkörpert.

 

 

Carol Christiansen ist Kuratorin im Shetland Museum und Mitglied des Komitees, das das Strick-Event organisiert. Sie erklärte mir die Gründe für die Einführung einer ‚Patronin‘: „Die Patrone helfen, Werbung für das Ereignis zu machen. Sie haben oft eine eigene Gruppe, die ihnen in den Sozialen Medien folgt. Dort werben sie das ganze Jahr für die woolweek, aber natürlich auch für sich als Patronin und Designerin. Hinzu kommt, dass die Patroninnen eine Mütze entwerfen, die sowohl gedruckt als auch als Download während des Jahres kostenlos zur Verfügung steht. Das weitet die Werbung für die Shetland Wool Week enorm aus. Während der ersten Wochen nach der Bekanntgabe hatten wir über 16.000 heruntergeladene Anleitungen! Und dann sind die Patroninnen Gastgeberin während der woolweek, sie unterrichten und halten einen Vortrag über sich, ihre Arbeit und ihre Inspirationen.“

Für das Organisationskomitee sind die Patroninnen ein Marketinginstrument. Für die Auserwählten selber kommt noch etwas anderes hinzu.

 

 

Sicher ist der Titel eines ‚Wool Week Patrons‘ auch für sie ein Vehikel, um sich in der Woll-Welt einen Namen zu machen. Shetland ist sehr abgelegen und für die Bewohner der Inseln ist es nicht einfach, von dort aus zu arbeiten und ein Geschäft zu betreiben. Denn, auch darum geht es ja, von Shetland aus auch Geld zu verdienen.

Sowohl Hazel Tindall als auch Ella Gordon schrieben mir aber etwas, und Elizabeth Johnston erzählte es mir in Edinburgh auf dem Yarnfestival, dass ich interessant finde, weil alle drei es unabhängig voneinander sagten: Dass es die Anerkennung ist, die so wichtig ist.

 

Und sie lieben ihre Heimat. Ella Gordon sagt: “Shetland means a lot to my life, I studied at the Shetland College so I didn’t leave for university. I have lived in Shetland my whole life, I like the community and culture here as well as our extremely strong textile history”. Hazel Tindall erklärt: „I would nbot like to live anywhere else.“  Sie ist unglaublich stolz darauf, die erste Patronin der woolweek zu sein, die von den Shetlands kommt.

Und ich denke, dass dieser Aspekt auch sehr wichtig ist, die Authentizität. Frauen, die auf Shetland leben, mit den Mustern, der Wolle und den Techniken aufgewachsen sind, verkörpern die Wool Week wahrhaftig.

Die gelebt Fortführung der alten Stricktradition der Inseln gefällt mir ungemein gut. Genauso gut wie die Fair-isle Muster und Lace-Techniken. Ich bin schon sehr gespannt, wer die nächste Patronin sein wird. Auf dem Yarnfestival in Edinburgh, vom 21.-23. März wird sie verkündet. Und dann – dann bin ich auf dem Weg nach Shetland, ich sitze im Flugzeug, mit Strickbeutel im Handgepäck, leerem Koffer und kribbelnden Fingern.

 

 

Liste der Shetland Wool Week Patrone und ihrer Anleitungen:

Die Shetland Wool Week fand erstmalig 2010 statt, hatte aber in den ersten beiden Jahren noch keine Gallionsfigur. Das geschah zum ersten Mal:

2012 – mit Kate Davies.

2013 – Felicity Ford entwarf noch keine Anleitung, sie erfand den woolweek song

2014 – Hazel Tindall, erfand den ‚Shwook‘ – was das ist? Ist das nicht klar? fragte sie, es ist die Anleitung für die Shetland wool week

2015 – kreierte Donna Smith, ebenfalls eine Shetländerin, die bisher beliebteste Anleitung. Den Baa-ble Hat zeigen auf ravelry 8561 ( Stand 9.9.2018) Strickerinnen nachgestrickt auf Fotos.

2016 – Ella Gordon‘s Crofthouse Cap ist nach Donna Smith das zweitbeliebteste Fotomotiv der woolweek Anleitungen bei Instagram.

2017 – zeigte Gudrun Johnston, eine junge Amerikanerin, ihre Bousta Beanie.

2018 – bringt Elizabeth Johnston auf ihrer ‚Merrie Dancers Toorie‘ die Nordlichter ihrer Heimat Shetland zu den Strickerinnen in aller Welt.

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