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Die Garnschale

Wer strickt, der weiß, es bleibt immer ein Rest. Was also tun mit den Fadenenden, die übrig sind? Wohin mit der farblich passenden Wolle, die viel zu schade zum Wegwerfen ist?

Hier ist die Lösung. Eine geniale Bastelei, Resteverwertung, Upcycling-Idee:

Die Garn-Schale. Diese Sache macht viel zu viel Spaß, um sie ausschließlich Kindern zu überlassen!

Material:

Garnschnipsel, für eine kleine, dünnwandige Schale etwa 10 g, für eine größere Schale ca. 20 g; bei dickwandigen Schalen ungefähr die doppelte Menge einrechnen

60 gr Mehl

45 gr Zucker

1l Wasser

Diese Menge reicht für etwa fünf mittelgroße Schalen

Klarsichtfolie

Schüsseln ­– in der Größe der gewünschten Schale

Zeitungspapier– zum Abdecken der Arbeitsfläche

Zuerst:

Das Mehl in eine Rührschüssel geben und 0,5 l Wasser mit dem Schneebesen einrühren.

In einem Topf 0,5 l Wasser zum Kochen bringen.

Die Wasser-Mehl-Mischung mit dem Schneebesen unterrühren und aufkochen. Von der Hitze nehmen und den Zucker zugeben.

Zwischendurch immer wieder rühren – die Masse wird zäh wie Tapetenkleister und setzt sich gern am Topfboden fest.

Abkühlen lassen – das dauert etwa drei Stunden.

In der Zwischenzeit:

Die Schüsseln mit Klarsichtfolie bedecken und zwar sowohl von außen als auch von innen. Die Arbeitsfläche mit Zeitungspapier abdecken. Die Garnschnipsel vorbereiten.

Wenn die Kleistermasse abgekühlt ist, kann der Spaß beginnen:

In eine Hand ein paar Garnschnipsel nehmen, in die andere Kleister und beides in den Händen vermischen. So lange, bis jedes Garnschnipselchen mit der Klebemasse getränkt ist. Dann diese Masse auf der Schüssel verteilen, und den Vorgang wiederholen bis alles bedeckt ist. (Alles von der Schüssel, meine ich natürlich) Wie dick die Schale werden soll, entscheidet sich jetzt. Entweder es wird eine einfadige, dünne Schicht, so, dass ein eher zartes Objekt entsteht. Oder die Schnipsel-Klebemasse wird etwa einen halben Zentimeter dick aufgetragen und dann wird das ganze etwas haltbarer.

Dabei kann man hochkreativ werden: Muster legen, farblich sortieren, filigrane Skulpturen schaffen … Und sich auch noch wie ein Umwelt-Engel fühlen. Denn die Schalen sind im Gegensatz zu vielen Plastik-Deko-Teilen biologisch abbaubar!

Wenn dann alle Schüsseln bedeckt sind, beginnt der schwierige Teil:

Abzuwarten bis die Masse getrocknet ist. Wie lange das dauert, hängt davon ab, wie dick die Schüsseln belegt wurden. Dickere Teile benötigen bis zu drei Tage, dünnere etwa eineinhalb.

Zwischendurch schadet es nicht, die Masse, die immer trockener wird, ein wenig zu verschieben Lücken zu stopfen und Ränder zu begradigen.

Wenn sich alles gut trocken anfühlt, ein wenig an der Plastikfolie herumzupfen, dann löst sie sich von der getrockneten Garn-Kleistermasse und:

Tadah!

 

 

 

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  1. u-wind

    Danke für die Übersetzung ♥ ein bischen vermisse ich den Hinweis auf die englische original Anleitung.

    • Claudia Krischer

      Liebe u-wind,
      es freut mich, dass Du Dich so gut auskennst und auf die englischen Anleitungen verweist. Im Internet habe ich etwa zehn englischsprchige Anleitungen gefunden. Daher weiß ich nicht, welche Du mit ‚Original‘ meinst. ich vermute diese hier
      http://www.grandmascookiejar.net/2012/01/crafting-with-grandma-lets-make-yarn.html
      denn sie stammt von 2012 und ist die älteste, die ich gesehen habe. Ich habe versucht zwei Bloggerinnen zu kontaktieren, aber sie Bloggen nicht mehr und die Kontaktmöglichkeiten waren inaktiv.
      Es gibt noch eine Anleitung aus den Niederlanden, deren Autorin habe ich kontaktiert. Ich hatte an eine Kooperation gedacht, weil ich so etwas immer toll finde. Leider bekam ich keine Antwort.
      Ich bin dann so vorgegangen, dass ich mir verschiedene Anleitungen übersetzt habe, die besten Tipps zusammengepackt und dann in mehreren Durchgängen ausprobiert habe. Das, was am besten funktioniert hat, habe ich dann in die deutsche Anleitung geschrieben und zum Download für alle Interessierten kostenfrei bereitgestellt.

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